Digitale Lösungen für die Heimpflege

Expertenteam entwickelt Anleitung zum Produktdesign

 

PRESSEINFORMATION

Digitale Lösungen für die häusliche Pflege:

Expertenteam entwickelt Anleitung zum Produktdesign

 

Die Carus Consilium Sachsen GmbH entwickelt gemeinsam mit zehn weiteren Partnern aus Mitteleuropa innovative Produkte und Dienstleistungen für ältere Menschen in der häuslichen Pflege. Im Rahmen des Interreg Central Projekt HoCare 2.0 wurden für Unternehmen und öffentliche Dienstleistungsanbieter Handbücher erstellt. Mit der kostenfreien Anleitung sollen zukünftig brandneue Lösungen und Produkte entwickelt oder auch neue Nischen besetzt werden können.

Wussten Sie, dass im Jahr 2060 jeder dritte Europäer älter als 65 Jahre sein wird? Das macht die "Silver Economy" zu einem der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsbereiche. Bereits jetzt schon gibt es in der häuslichen Pflege für ältere Menschen viele digitale Lösungen. Allerdings werden diese von den Senioren in der Regel oft nicht angenommen und akzeptiert. Es besteht daher ein wachsender Bedarf, ältere Menschen in den Produktgestaltungsprozess mit einzubeziehen.

Ältere Menschen einbeziehen

Die Carus Consilium Sachsen (CCS) GmbH und weitere zehn Projektpartner entwickeln seit letztem Jahr im Rahmen des Interreg Central Projekt HoCare2.0 innovative Lösungen für die Altenpflege in der häuslichen Umgebung. Ziel ist es, die Bedürfnisse älterer Menschen in den frühen Produktentwicklungsprozess einzubeziehen und die Beteiligten in die Lage zu versetzen, Produkte zu entwickeln, die wirklich benötigt und gerne genutzt werden. „Wir sehen vor allem Informations- und Kommunikationstechnologien als nützliche Werkzeuge, um die Möglichkeiten der häuslichen Pflege zu verbessern und das Leben für die Pflegebedürftigen und auch für die Pflegenden zu erleichtern", betont Dr. Olaf Müller, Geschäftsführer der CCS GmbH.

Die entwickelten hochinnovativen Dienstleistungen und Produkte für die häusliche Pflege werden aktuell in sogenannten Co­Creation­Labs – sprich in der Zusammenarbeit mit regionalen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und vor allem mit den Nutzern von Heimdiensten und Produkten – konzipiert und erprobt. Die Verbindung dieser vier Interessensgruppen wird als Quadruple­Helix bezeichnet.

Handbücher für Unternehmen

Gemeinsam haben die Projektpartner bereits zwei Handbücher entwickelt, welche in den kommenden Monaten den Pilotprozess begleiten und unterstützen werden. Das Policy Tool für die Schaffung innovativer häuslicher Pflegedienste und das SME Tool für die Entwicklung innovativer häuslicher Pflegeprodukte. "Jedes Handbuch bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Anwendung des Co-Creation-Ansatzes, die Definition der Kundenbedürfnisse, eine Einführung in die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Quadruple Helix sowie die Auswertung ihres Feedbacks, um den richtigen Output zu erhalten", sagt Csaba Bende, einer der Co-Autoren der Handbücher. Damit soll sichergestellt werden, dass die im Projekt mit der Co-Creation-Methode zu erstellenden Piloten für die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen gut anwendbar sind.

Jedes Handbuch besteht aus vier Teilen. Der erste Teil führt den Leser in den Co-Creation-Prozess ein, beschreibt seine Vor- und Nachteile und wofür er geeignet ist. Der zweite Teil stellt die Möglichkeiten von Co-Creation im Gesundheitswesen vor und bringt Ihnen die häusliche Pflege und ihre Lösungen näher. Der dritte Teil zeigt geeignete Maßnahmen auf, wie man in verschiedenen Phasen des Entwicklungsprozesses das erforderliche Feedback von älteren Menschen erhält. Im vierten Teil werden bewährte Verfahren und Beispiele für erfolgreiche Co-Creation vorgestellt. Die Tools schließen mit einer Checkliste der nächsten Schritte in der Produkt- oder Dienstleistungsentwicklung.

Die Handbücher werden in sieben europäische Sprachen übersetzt: Englisch, Deutsch, Ungarisch, Italienisch, Polnisch, Slowenisch und Tschechisch. Interessenten stehen diese Handbücher kostenfrei zur Verfügung. Unternehmen und öffentliche Dienstleistungsanbieter sollen zukünftig mit dieser Anleitung brandneue Lösungen und Produkte entwickeln oder auch neue Nischen besetzen können.

Über HoCare2.0

Das Projekt HoCare2.0 wird durch das Interreg CENTRAL EUROPE Programm finanziert. Das Projekt wird von elf Projektpartnern aus sechs verschiedenen mitteleuropäischen Ländern geleitet, darunter Partner aus der Tschechischen Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen und Slowenien. Mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt das Programm verschiedene Institutionen, von der öffentlichen Verwaltung über Dienstleistungsanbieter bis hin zu Organisationen zur Unternehmensförderung, bei der Zusammenarbeit und Verbesserung von Innovationen in Mitteleuropa.

Das Projekt stellt kundenorientierte Lösungen für die häusliche Pflege älterer Menschen durch die Anwendung der Co-Creation-Methode bereit. Das bedeutet, Klein- und Mittelständische Unternehmen, öffentliche Dienstleistungsanbieter, wissenschaftliche Einrichtungen und die Endnutzer (Senioren) werden in die Entwicklung neuer innovativer Gesundheits- und Sozialdienstleistungen bzw. -produkte frühzeitig mit eingebunden.

Kontakt
Carus Consilium Sachsen GmbH
Projektmanagerin: Corina Röllig
Tel.: 0351 458 2965
E-Mail: corina.roellig@carusconsilium.de
www.carusconsilium.de

 

Über die Carus Consilium Sachsen GmbH (CCS GmbH)

Die Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen verbindet mehr als 600 Partner aus rund 200 Institutionen der Bereiche Forschung, Krankenversorgung, Gesundheitsvorsorge, Patientenvertretung, Wirtschaft und Politik. Die enge Zusammenarbeit mit allen Netzwerkpartnern und der sächsischen Landesregierung ist die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Arbeit der Gesundheitsregion CCS. Die Koordination liegt bei der gleichnamigen Managementgesellschaft Carus Consilium Sachsen GmbH, einem Tochterunternehmen des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus an der TU Dresden.