Erfahrungsaustausch europäischer Gesundheitsregionen

HEALTHY SAXONY e.V. ist Gastgeber für Studienbesuch aus dem Baskenland und Galicien

INTERREG-Europe-Projekt „TITTAN“:  „Aktive Bürger für gesundes Altern“ - Experten des TITTAN-Projektes treffen sich in Sachsen

Dresden, 22. Februar 2018. – Am 07. Februar lud der Verein HEALTHY SAXONY die baskischen und galicischen Partnerregionen zu einem Vor-Ort-Besuch im Rahmen des INTERREG-Projekts TITTAN nach Dresden ein. Austausch, Vergleich und Implementierung bewährter Versorgungsformen und -maßnahmen im Gesundheitswesen sind Ziele des Forschungsprojekts.

TITTAN_Februar 2018Die europäischen Gäste erfuhren viele Einzelheiten des Projektes C3-Saxony, ein clusterübergreifendes Projekt aus Sachsen, das zwischen Februar 2014 und Januar 2016 unter Koordination des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr durchgeführt wurde. C3-Saxony wurde von der EU mit der Zielstellung gefördert, die Anbahnung und Förderung von branchenübergreifenden Kooperationen zu unterstützen. 25 Projekte wurden durch die Cross Cluster Cooperation von Silicon Saxony (Mikro- und Nanoelektronik) und biosaxony (Biotechnologie) ebenso wie durch die AGIL GmbH Leipzig unterstützt, von denen die drei innovativsten Projekte (Lipotype, ZellMechanik Dresden und VivoSensMedical) mit einer Summe von jeweils 15.000 €, 7.000 € und 3.000 € ausgezeichnet wurden. Das Baskenland zeigte großes Interesse an dem Projektvorhaben, den erreichten Zielen, der möglichen Weiterverfolgung/Vermarktung und natürlich auch an den Hindernissen und Hürden nach Projektabschluss.

Nach dem Erfahrungs- und Wissensaustausch über C3-Saxony lernten die Gäste weitere innovative Ansätze aus Sachsen kennen: Dr. Heidrun Groß (Leiterin der Koordinierungsstelle NCT Dresden) stellte das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden vor, den seit 2015 zweiten Standort des NCT neben Heidelberg. Ärzte und Wissenschaftler verfolgen hier das Ziel, Krebspatienten eine maßgeschneiderte Diagnostik und Therapie auf dem neuesten Stand der Wissenschaft anzubieten. Das Ziel des NCT ist es, sich zu einem internationalen Spitzenzentrum der patientennahen Krebsforschung und Krebstherapie zu entwickeln. Bis Anfang 2019 entsteht ein Neubau für das NCT Dresden auf dem Gelände des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden. Das Gebäude soll FoTITTAN_Februar 2018rschern eine weltweit einmalige Verbindung von innovativen OP-Methoden, Bildgebung und Strahlentherapie bieten.

Schließlich wurden die Partner von Priv. Doz. Dr. med. Gunnar Folprecht (Onkologe am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus) durch das Universitäts KrebsCentrum (UCC) geführt: eine Einrichtung, die mit den modernsten technischen Möglichkeiten für die Diagnostik und Behandlung aller Tumorarten ausgestattet ist. Am UCC sind sämtliche medizinische Fachrichtungen "unter einem Dach" vertreten, was eine umfassende und fachübergreifende Betreuung ermöglicht.

Während des vor-Ort Besuches erhielten die Gäste einen tiefgehenden Einblick in sächsische Innovationen und Projekte des Gesundheitssektors und der Gesundheitswirtschaft. Der Besuch ist als großer Erfolg und gleichzeitig wichtigen Zwischenschritt zu sehen, denn der weitere Erfahrungsaustausch zwischen den europäischen Gesundheitsregionen ist für die nachhaltige Entwicklung der Gesundheitssysteme unerlässlich.

 

Über das TITTAN Projekt

HEALTHY SAXONY startete im April 2016, gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Regionen (Galicien als Projektleiter, Baskenland, Schottland, Almere, Lombardei und Niederschlesien), das Projekt TITTAN (Network for Technology, Innovation and Translation in Ageing), dessen Dauer zweieinhalb Jahre ist. Austausch, Vergleich und Implementierung bewährter gesundheitsökonomischer Verfahren und Maßnahmen sind Ziele des Forschungsprojekts. TITTAN trägt damit der Verbesserung von Qualität und Leistungsfähigkeit der jeweiligen europäischen regionalen Gesundheitssysteme in Bezug auf das gesunde und aktive Altern bei.

Durch TITTAN werden sowohl die Entwicklung, als auch die Einführung und Verwendung innovativer, technologiebasierender Produkte und Lösungen mit 1,7 Millionen Euro aus dem Programm Interreg Europa gefördert. In internationaler Zusammenarbeit sollen in einer Reihe von Workshops regional erprobte Versorgungsansätze verglichen und Verbesserungsvorschläge für die teilnehmenden Regionen abgeleitet werden. Ergebnis des Projekts sind Handlungsempfehlungen, welche der jeweiligen regionalen Politik Ansätze für die Veränderung der Rahmenbedingungen vorschlagen.

Das internationale Projekt gibt HEALTHY SAXONY die Möglichkeit, Sachsens Gesundheitswirtschaft im europäischen Raum zu präsentieren und gleichzeitig von etablierten Strukturmodellen zu lernen.

 

Über HEALTHY SAXONY

HEALTHY SAXONY, das Gesicht der sächsischen Gesundheitswirtschaft, existiert seit März 2014. Insgesamt zählt der Verein heute 23 namhafte Mitglieder, darunter die beiden sächsischen Universitätskliniken und die Herzzentren Dresdens und Leipzigs, das Klinikum Chemnitz, Interessenvertreter der ambulanten und stationären Versorgung sowie mit der AOK PLUS, die größte gesetzliche Krankenkasse Sachsens. Im Projekt TITTAN sind die Mitglieder des Vereins als Stakeholder direkt repräsentiert. Der Gründung ging ein durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz gefördertes Projekt zum Aufbau einer Koordinierungsstelle der Sächsischen Gesundheitswirtschaft voraus. Die Carus Consilium Sachsen GmbH und die Dresden International University GmbH waren Träger des abgeschlossenen Projekts.

Der Verein verfolgt drei wesentliche Ziele: Die Förderung von Wissenschaft und Forschung, des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege. Von der Zusammenarbeit der verschiedenen Mitglieder sollen nicht nur Firmen und Universitäten profitieren. Auch für die Verbraucher ist der gegenseitige Wissensaustausch und -transfer ein Gewinn. Das Teilen von Ideen und Ergebnissen auf Kongressen und Tagungen sowie die Initiierung und Begleitung neuer, oftmals sektorenübergreifender Versorgungsprojekte gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Vereins. Er unterstützt seine Mitglieder beim Erkennen und Erschließen von Fördermöglichkeiten und bei der Mitwirkung an EU-Kompetenznetzwerken. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können durch den Aufbau und die Pflege einer digitalen Datenbank, dem Digitalen Gesundheitsatlas Sachsen unter www.healthy-saxony.com, sowie durch die Förderung wissenschaftlicher Ergebnisse und ihrer praktischen Umsetzung und Verbreitung profitieren.

 

Kontakt

Geschäftsstelle des HEALTHY SAXONY e.V.

Fetscherstraße 74 01309 Dresden

 Leiter: Dr. Olaf Müller 

Projektmitarbeiter:
Estefanía Luque Delgado
Sophia Mittelstädt                        
Tel.: + 49 351 458-7099
E-Mail: info@healthy-saxony.com
www.healthy-saxony.com