TITTAN: Projekt befindet sich auf der Zielgeraden

Nach zweieinhalb Jahren ist die erste Phase des Projektes abgeschlossen.

Dresden, 28. September 2018 Zweieinhalb Jahre sind nun vergangen. Der Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene in der ersten Phase des Projektes (April 2016 bis September 2018) ist zu Ende. Während der Projektlaufzeit wurde die interregionale Zusammenarbeit in drei Themenfelder unterteilt und die unterschiedlichen bewährten Versorgungsansätze (good practices) der jeweiligen Regionen in mehreren Workshops, Meetings und Vor-Ort-Besuche vorgestellt und diskutiert. Im Folgenden blicken wir auf die vergangenen zwei Jahre zurück:

Der erste interregionale Workshop fand in Santiago de Compostela statt. Ziel dieses Treffens war der Austausch politischer Erfahrungen, die den Transfer von vorhandenem Wissen, innovativen Produkten und technologischer Entwicklung des privaten Sektors in die öffentlichen Gesundheitssysteme unterstützt. Das Treffen konzentrierte sich auf die Förderung vorkommerzieller Auftragsvergabe und öffentlicher Beschaffung von Innovationen sowie auf die Einführung innovativer Lösungen aus der Industrie durch die öffentliche Verwaltung. Zudem wurde ein Studienbesuch im Álvaro Cunqueiro Krankenhaus durchgeführt.

In Mailand wurden folgende Good Practices ausgetauscht: Technologietransfer aus der Forschung der öffentlichen Gesundheitssysteme auf den Markt; offene Innovation; Kollaborationsplattformen und Fernüberwachung. Während dieses zweiten Workshops besichtigten die Partner die Don Gnocchi Foundation, deren Tätigkeitsspektrum Rehabilitation, Sozialfürsorge und therapeutische Leistungen umfasst. Zudem betreibt die Stiftung intensive Forschung und stellt Angebote in der Aus- und Weiterbildung bereit.

In Amsterdam und Almere wurden Innovationen im Bereich der Ernährung zum gesunden Altern und weitere auf Spitzentechnologie beruhende Good Practices präsentiert. Die Projektpartner machten sich einen Eindruck unter anderem über die Fallstudien „HealthFactory“ (Living Lab), das „Big Data Value Center“ und „Senior Live“.

Der in Edinburgh veranstaltete Workshop fand parallel zur jährlichen Veranstaltung der British Computing Society statt. Anwesend waren einige hochrangige Referenten wie die schottische Ministerin für Gesundheit. Die vorgetragenen Good Practices bezogen sich auf neue IKT-Anwendungen und andere Initiativen für aktives und gesundes Altern bzw. Rehabilitation. Außerdem wurde ein Vor-Ort-Besuch in Glasgow organisiert.

Während der Workshops in Leipzig und Dresden besichtigten die Teilnehmer das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig und die Protonentherapieanlage des Dresdner Universitätsklinikums, wo neue und vielversprechende Krebsbehandlungen vorgestellt wurden. Einige Partner nahmen auch an einem Vor-Ort-Besuch teil.

Der sechste und letzte Workshop fand in Niederschlesien statt und umfasste die restlichen Good Practices sowie einen Studienbesuch in der niederschlesischen Woiwodschaft. Die Projektpartner erwarben dabei praktisches Wissen über die Vorteile der Balneotherapie für ältere Patienten. Zudem haben die Patienten die Möglichkeit heilendes Wasser zu sich zu nehmen und ihre Heilaufenthalte mit physischer Rehabilitation zu kombinieren. 

In der ersten Phase des Projektes wurden mehrere Vor-Ort-Besuche organisiert, bei denen die Regionen sich untereinander austauschten und das Wissen für Ihre jeweils eigene Region sammelten. Die Vor-Ort-Besuche ermöglichten, auf konkrete Fragen einzugehen, Seite an Seite mit dem Partner zu arbeiten und Unterstützung bei der Erstellung des Aktionsplans zu erhalten. Die Aktionspläne werden genau beschreiben, wie die von den Regionen ausgewählten Good Practices in der zweiten Phase des Projektes (Semester 6-9, Oktober 2018 – September 2020) umgesetzt werden.

Aktuell arbeiten die Partner intensiv an ihren Aktionplänen und nutzen dafür die von anderen TITTAN Partnern gewonnenen Erkenntnissen, die während der zweieinhalb Jahre gesammelt wurden.

In Phase 2 streben die Partner an, die Ausrichtung der jeweiligen regionalen Strukturfonds in Richtung wirksamer, ergebnisorientierter Maßnahmen für aktives und gesundes Altern auszurichten. Das ist letztendlich das Ziel des TITTAN Projektes.

Das TITTAN Projekt wurde durch das Interreg Europe Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (85 %) mitgefördert.

 

Über das TITTAN Projekt

HEALTHY SAXONY startete im April 2016, gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Regionen (Galicien als Projektleiter, Baskenland, Schottland, Metropolitan Area von Amsterdam, Lombardei und Niederschlesien), das Projekt TITTAN (Network for Technology, Innovation and Translation in Ageing), dessen Dauer zweieinhalb Jahre ist. Austausch, Vergleich und Implementierung bewährter gesundheitsökonomischer Verfahren und Maßnahmen sind Ziele des Forschungsprojekts. TITTAN trägt damit der Verbesserung von Qualität und Leistungsfähigkeit der jeweiligen europäischen regionalen Gesundheitssysteme in Bezug auf das gesunde und aktive Altern bei.

Durch TITTAN werden sowohl die Entwicklung, als auch die Einführung und Verwendung innovativer, technologiebasierender Produkte und Lösungen mit 1,7 Millionen Euro aus dem Programm Interreg Europa gefördert. In internationaler Zusammenarbeit sollen in einer Reihe von Workshops regional erprobte Versorgungsansätze verglichen und Verbesserungsvorschläge für die teilnehmenden Regionen abgeleitet werden. Ergebnis des Projekts sind Handlungsempfehlungen, welche der jeweiligen regionalen Politik Ansätze für die Veränderung der Rahmenbedingungen vorschlägt.

Das internationale Projekt gibt HEALTHY SAXONY die Möglichkeit, Sachsens Gesundheitswirtschaft im europäischen Raum zu präsentieren und gleichzeitig von etablierten Strukturmodellen zu lernen.

 

Kontakt

Geschäftsstelle des HEALTHY SAXONY e.V.
Fetscherstraße 74 01309 Dresden

Leiter: Dr. Olaf Müller

Projektmitarbeiter: Estefanía Luque Delgado, Sophia Mittelstädt                        
Tel.: + 49 351 458-7099
E-Mail: info@healthy-saxony.com
www.healthy-saxony.com