TITTAN zu Gast in Breslau

INTERREG-Europe-Projekt stellt beim interregionalen Workshop innovative Technologien für Gesundes Altern vor.

Breslau – Vom 7. bis 8. Mai 2018 fand der sechste interregionale Workshop des TITTAN Projektes zum Thema „Technologien für gesundes Altern“ in der Woiwodschaft Niederschlesien (Polen) statt. Austausch, Vergleich und Implementierung bewährter Versorgungsformen und -maßnahmen im Gesundheitswesen sind Ziele des Forschungsprojekts, an dem sieben europäische Regionen teilnehmen: Almere (Niederlande), Baskenland (Spanien), Galicien (Spanien), die Lombardei (Italien), Niederschlesien (Polen), Schottland (Großbritannien) und Sachsen. Das Hauptthema des polnischen Workshops stand im Zeichen des dritten Projekt-Themenbereichs „Aktive Bürger für gesundes Altern“.

Ziel des Projektes sind Handlungsempfehlungen, welche der jeweiligen regionalen Politik Ansätze für die Veränderung der Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen vorschlagen. Durch TITTAN werden sowohl die Entwicklung, als auch die Einführung und Verwendung innovativer, technologiebasierender Produkte und Lösungen mit 1,7 Millionen Euro aus dem Programm INTERREG Europa gefördert. Zu diesem Zweck tauschen die Partner des Projektes ihre bewährten Versorgungsansätze aus und setzen sie um.

Der Workshop wurde von dem Vertreter des Marschallamtes, Herr Jarosław Maroszek, (Leiter des polnischen Gesundheitsamtes) eröffnet. Teilnehmer der Veranstaltung waren Herr Robert Adach (stellvertretender Direktor des Gesundheitsamtes), Herr Janusz Wróbel (Leiter des A. Falkiewicz Fachkrankenhauses), Herr Antoni Zwiefka (Projektkoordinator) und eingeladene Gäste, u.a. Wissenschaftler, Ärzte, Physiotherapeuten, Vertreter von nichtstaatlichen Organisationen–, die sich mit Innovationen, Forschung und Projekten für das gesunde Altern in der Gesundheitsversorgung und der Rehabilitation einsetzen.

Am ersten Tag wurden wie auch in den bisherigen stattgefundenen Workshops die sogenannten „Best Practices“, innovative Versorgungsformen und -maßnahmen, aus den verschiedenen europäischen Regionen vorgestellt. Der interregionale Erfahrungsaustausch ist für die Anhebung der Standards der Patientenbehandlung und Versorgung in der Europäischen Union unerlässlich. In diesem polnischen Workshop bezogen sich die vorgestellten Projekte auf die technologische Unterstützung des Alterungsprozesses und auf personalisierte Gesundheitsversorgung. 

Die Vertreter aus Niederschlesien stellten viele innovative Ideen vor, mit denen der Gesundheitszustand älterer Menschen gestärkt oder verbessert werden kann. Magdalena Filcek von der „Akademie Leonardo da Vinci“ stellte die Good Practice „Vinci Power Nap” und das Akademie Programm vor. Das Angebot der Akademie richtet sich speziell an ältere Menschen. So wird durch Musikunterricht (Gitarre, Klavier und weitere Instrumente), Bastelkurse, Gymnastik usw. die Psyche der meist hochbetagten Patienten gestärkt, was sich wiederum auf die Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes auswirkt und somit zur Verringerung der Anzahl der Arztbesuche beiträgt.

Urszula Kielar (Präsidentin der Stiftung Autumn People Foundation) stellte Armbänder für Senioren mit NFC Funktion (Near Field Communication, dt. Nahfeldkommunikation) vor. Die von betagten Menschen getragenen Armbänder sorgen für eine schnelle Reaktion bei Ohnmachtsanfällen, vor allem wenn die Patienten unter Diabetes, Bluthochdruck oder Herzkrankheiten leiden.

Am zweiten Workshoptag besuchten die Teilnehmer das Sanatorium Lądek Zdrój (Bad Landeck), einem der ältesten Kurbäder in Niederschlesien. Die historischen, restaurierten Gebäuden erweckten bei den Gästen ein großes Interesse. Am Resort Lądek-Długopole S.A. führten Herr Zbigniew Piotrowicz (Präsident) und Frau Aleksandra Sędziak (Vorstandsmitglied) die Partner durch die Patientenbehandlungs- und Rehabilitationsräumen. Eine professionelle Ausrüstung –einschließlich innovativer Rehabilitationsgeräte– und qualifizierte Fachkräfte sorgen dafür, dass der körperliche und psychische Gesundheitszustand der Patienten sich verbessert, worauf sie besonders stolz sind.

Während des Besuches wurden mehrere Vorträge gehalten. Unter anderem wurde die Radontherapie vorgestellt, eine Best Practice, die den Alterungsprozess positiv beeinflusst. Diese Therapie war auch das Vortragsthema der Vertreter der Klinik für medizinische Massage des Hospitalordens des heiligen Johannes von Gott. Sie hoben die Bedeutung der Balneotherapie für eine gute Funktionstüchtigkeit des Körpers hervor und wiesen auf ihre verjüngenden Wirkungen hin.

Zum Schluss führen die Gäste ihre Diskussionen während des Abendessens im historischen Żelazno Palast weiter.

 

Über das TITTAN Projekt

HEALTHY SAXONY startete im April 2016, gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Regionen (Galicien als Projektleiter, Baskenland, Schottland, Almere, Lombardei und Niederschlesien), das Projekt TITTAN (Network for Technology, Innovation and Translation in Ageing), dessen Dauer zweieinhalb Jahre ist. Austausch, Vergleich und Implementierung bewährter gesundheitsökonomischer Verfahren und Maßnahmen sind Ziele des Forschungsprojekts. TITTAN trägt damit der Verbesserung von Qualität und Leistungsfähigkeit der jeweiligen europäischen regionalen Gesundheitssysteme in Bezug auf das gesunde und aktive Altern bei.

Durch TITTAN werden sowohl die Entwicklung, als auch die Einführung und Verwendung innovativer, technologiebasierender Produkte und Lösungen mit 1,7 Millionen Euro aus dem Programm Interreg Europa gefördert. In internationaler Zusammenarbeit sollen in einer Reihe von Workshops regional erprobte Versorgungsansätze verglichen und Verbesserungsvorschläge für die teilnehmenden Regionen abgeleitet werden. Ergebnis des Projekts sind Handlungsempfehlungen, welche der jeweiligen regionalen Politik Ansätze für die Veränderung der Rahmenbedingungen vorschlagen.

Das internationale Projekt gibt HEALTHY SAXONY die Möglichkeit, Sachsens Gesundheitswirtschaft im europäischen Raum zu präsentieren und gleichzeitig von etablierten Strukturmodellen zu lernen.

 

Über HEALTHY SAXONY

HEALTHY SAXONY, das Gesicht der sächsischen Gesundheitswirtschaft, existiert seit März 2014. Insgesamt zählt der Verein heute 23 namhafte Mitglieder, darunter die beiden sächsischen Universitätskliniken und die Herzzentren Dresdens und Leipzigs, das Klinikum Chemnitz, Interessenvertreter der ambulanten und stationären Versorgung sowie mit der AOK PLUS, die größte gesetzliche Krankenkasse Sachsens. Im Projekt TITTAN sind die Mitglieder des Vereins als Stakeholder direkt repräsentiert. Der Gründung ging ein durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz gefördertes Projekt zum Aufbau einer Koordinierungsstelle der Sächsischen Gesundheitswirtschaft voraus. Die Carus Consilium Sachsen GmbH und die Dresden International University GmbH waren Träger des abgeschlossenen Projekts.

Der Verein verfolgt drei wesentliche Ziele: Die Förderung von Wissenschaft und Forschung, des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege. Von der Zusammenarbeit der verschiedenen Mitglieder sollen nicht nur Firmen und Universitäten profitieren. Auch für die Verbraucher ist der gegenseitige Wissensaustausch und -transfer ein Gewinn. Das Teilen von Ideen und Ergebnissen auf Kongressen und Tagungen sowie die Initiierung und Begleitung neuer, oftmals sektorenübergreifender Versorgungsprojekte gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Vereins. Er unterstützt seine Mitglieder beim Erkennen und Erschließen von Fördermöglichkeiten und bei der Mitwirkung an EU-Kompetenznetzwerken. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können durch den Aufbau und die Pflege einer digitalen Datenbank, dem Digitalen Gesundheitsatlas Sachsen unter www.healthy-saxony.com, sowie durch die Förderung wissenschaftlicher Ergebnisse und ihrer praktischen Umsetzung und Verbreitung profitieren.

 

Kontakt

Geschäftsstelle des HEALTHY SAXONY e.V.
Fetscherstraße 74 01309 Dresden

Leiter: Dr. Olaf Müller

Projektmitarbeiterinnen:
Estefanía Luque Delgado, Sophia Mittelstädt                        
Tel.: + 49 351 458-7099
E-Mail: info@healthy-saxony.com
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