Verabschiedung des Zielbildes für den neuen Krankenhausplan wird begrüßt
Damit ist der Grundstein für notwendige Reformen in der Krankenhauslandschaft gelegt, um eine nachhaltige medizinische Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger zu sichern.
Dresden, 10.03.2026 – „Heute hat das Sächsische Kabinett die Grundsätze der Krankenhauspla nung beschlossen und sichert damit den Rahmen der medizinischen Versorgung in städtischen und ländlichen Räumen. Ein wesentlicher Meilenstein für den neuen Krankenhausplan 2026 wurde damit verabschiedet“, so die Zielbildpartner. Hierzu zählen die Krankenhausgesellschaft Sachsen, die Ver bände der gesetzlichen Krankenkassen und der Verband der Ersatzkassen in Sachsen, die Kassen ärztliche Vereinigung Sachsen, die Sächsische Landesärztekammer, der Sächsische Landkreistag und der Sächsische Städte- und Gemeindetag. „Es ist uns wichtig, die Qualität der Versorgung der Bevölkerung perspektivisch nachhaltig zu sichern sowie regional passende Strukturen zu entwickeln, die den anstehenden Veränderungen in der Be völkerungsentwicklung gerecht werden. Wir sind uns einig, dass wir die ambulante und stationäre Versorgung vernetzt denken und in der Umsetzung einen gemeinsamen Weg finden müssen. Wir gehen davon aus, dass der Freistaat Sachsen uns bei diesem Vorhaben unterstützt. Eine ausrei chende Finanzierung ist dafür essenziell“, heißt es weiter. Dadurch ist der Weg frei, künftig die Versorgungsangebote der Krankenhäuser im Freistaat besser aufeinander abzustimmen. Im Sinne der Krankenhausreform sollen verschiedene Leistungsschwer punkte an den Kliniken gebildet werden, die auch über das geforderte Fachpersonal verfügen. Der Erhalt einer flächendeckenden Notfallversorgung ist ebenfalls ein wichtiges Ziel des Krankenhaus plans. Erste strukturelle Veränderungen sollen zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Dass es Anpassungen in der Krankenhauslandschaft braucht, hat viele Gründe. Seit der letzten großen Krankenhausreform Anfang der 1990er Jahre leben heute rund 500.000 Menschen weniger im Freistaat, hinzukommen seit Jahren deutlich sinkende Geburtenzahlen. Dank schonender Be handlungsverfahren verbringen Patienten zudem oft nur noch wenige Tage im Krankenhaus. Diese Entwicklungen führen zu einer niedrigen Auslastung der Krankenhäuser, gleichzeitig steigen die ambulanten Behandlungszahlen in den Kliniken kontinuierlich. Als Zielbildpartner begrüßen die zentralen Akteure im Gesundheitswesen die Reformschritte der Sächsischen Staatsregierung. Gleichzeitig wird auf die Notwendigkeit verwiesen, dass mit der In vestitionsförderung des Bundes notwendige Veränderungen baulich und finanziell abgesichert wer den müssen. Nur dann gelingt der Transformationsprozess. Die Partner betonen, dass weitere gesetzliche Anpassungen erforderlich sind. Dazu gehören Rege lungen für eine bessere Zusammenarbeit von Krankenhäusern und Arztpraxen sowie eine verläss liche Ausgestaltung der geplanten Vorhaltepauschalen.
Gemeinsame Presseerklärung: AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen BKK Landesverband Mitte IKK classic Kassenärztliche Vereinigung Sachsen KNAPPSCHAFT – Regionaldirektion Chemnitz Krankenhausgesellschaft Sachsen e. V. Sächsische Landesärztekammer Sächsische Landkreistag e. V. Sächsische Städte- und Gemeindetag e. V. Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) – Landesvertretung Sachsen, vom 10.03.2026