ZukunftsAgenda2025

Akteure der deutschen Gesundheitswirtschaft wollen Innovationsdynamik beschleunigen

Deutschlands Gesundheitswirtschaft engagiert sich stark für Verbesserungen und Erneuerungen. Allerdings gibt es oft Schwierigkeiten, erfolgversprechende neue Ansätze zügig und breitflächig umzusetzen. Das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen (NDGR e. V.) setzt einen Impuls, beim Überwinden von  Innovationshemmnissen mitzuhelfen: Bei einem Parlamentarischen Abend in Berlin hat das NDGR jetzt, unterstützt vom  Verband der Universitätsklinika in Deutschland, die Skizze einer "ZukunftsAgenda2025" vorgestellt.

Bei der Veranstaltung mit 130 Teilnehmern in der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund erklärte der NDGR-Vorsitzende Professor Josef Hilbert: "Die Gesundheitsregionen in Deutschland kennen die Probleme des Gesundheitssystems aus ihrer Arbeit vor Ort. Es gibt zwar viele innovative Konzepte zur Verbesserung der Versorgung, aber die praktische Umsetzung scheitert oft an rechtlichen, finanziellen und sektoralen Hürden". Das wolle das NDGR mit seinen Partnern nun thematisieren und ändern. Mit der ZAG 2025 wird in Zusammenarbeit mit interessierten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren nach neuen Wege gegen das "Innovationsstottern" gesucht, so Professor Albrecht, Vorsitzender des Verbandes der Uniklinika sowie des Carus Consilium Sachsen. "Healthy Ageing, Telemedizin, intersektorale Versorgung und Qualifizierung sind dabei nur einige der Themen, die wir mit der ZAG 2025 adressieren wollen", erläuterte Josef Hilbert.
 
Die anwesenden Vertreter der Bundes- und Landespolitik Staatsministerin Barbara Klepsch (CDU), Staatssekretärin Ingrid Fischbach (CDU) und die Bundestagsabgeordneten Dirk Heidenblut (SPD) und Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßten die Idee, die Kraft der Regionen zu nutzen, um Gesundheitsinnovationen in die Fläche zu tragen. Beispiele, wie dies durch bessere Zusammenarbeit in der Region gelingen kann, lieferten Dr. Helmut Hildebrandt mit der Versorgungsregion Gesundes Kinzigtal und Leif Grundmann vom Netzwerk Medecon Ruhr mit Informationen zur Entstehung und Entwicklung des Teleradiologieverbundes Westdeutschland. Die anschließende Fachdiskussion ergab ein breites Interesse der Wirtschaft und von Verbänden an der ZAG: Roberto Belke, Geschäftsführer bei Biotronik, wies auf die großen Fortschritte in der Medizintechnik und die Herausforderungen hin, die sich daraus vor Ort ergeben. Professor Gernot Marx, Vorsitzender der DGTelemed, Professor Stefan Spitzer, Vorsitzender der DGiV und Professor Heinz Lohmann, Vorsitzender der Initiative Gesundheitswirtschaft, erklärten ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an der ZAG. Insbesondere erfreulich war für das NDGR, dass mehrere Diskussionsteilnehmer für eine bessere Berücksichtigung der Leistungskraft von Gesundheitsregionen bei zukünftigen Innovationsförderprogrammen plädierten.

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